Neues von Akira!!!

Neues zu unserem einst so geplagten Schäfermädel Akira. .

Akira ist inzwischen von unserer Silke adoptiert worden.
Silke führt seit Jahren erfolgreich ihren Rettungshund Canito.
Silkes großer Traum war es schon immer gewesen einen Schäferhund im Rettungsdienst auszubilden und zu führen.
Bereits als Silke, Akira noch in ihrem erbärmlichen Zustand das erste mal sah – war es im Grunde Liebe auf den ersten Blick zwischen den Zweien.
Nur hatte Akira, noch eine ganze Strecke an Arztbesuchen und Genesung vor sich liegen und benötigte dazu ihre Zeit und Ruhe.
Ende August 2014 zog Akira dann endlich zu Silke und ihrer Familie. Auch ganz zur Freude von Canito. Die Beiden sind seit diesem Tag ein unzertrennliches Team.
Aktuell zum Fellbacher Herbst hatte Akira nun ihren ersten großen Aufritt als angehender Rettungshund. Und durfte dort bereits Erlerntes dem interessierten Publikum zeigen.
Ganz klar standen auch wir in der Gruppe der Zuschauer. Zeitweise mit Pipi in den Augen, aber auch mit ganz großem Stolz schauten wir unserer Akira bei ihren ersten Schritten zum angehenden Flächen- und Trümmersuchhund zu.
Wir könnten hier noch Stunden mit stolz geschwellter Brust über Akira berichten. Wir verzichten aber darauf und lassen dafür Bilder sprechen.
Ganz besonders möchten wir an dieser Stelle nochmals den Kollegen des  Tierschutzvereins Leingarten  danken. Leingarten war zusammen mit uns von der esten Stunde bei der Sicherstellung involviert. Auch an Akiras Pflegefamilie, Tammy und Rob Wallace, die letztlich mit ganz viel Liebe und Geduld Akira und Lexi versorgt gilt unser ganzer Dank
Natürlich auch unserem Tierarzt Klaus Senger, der Tag und Nacht für uns erreichbar war. Akira hatte wirklich nichts aber auch gar nichts an Krankheiten ausgelassen, das ein Hund an Extras in einem solch erbärmlichen Zustand bekommen kann. Ganz besonders möchten wir auch allen unseren Spendern und Sponsoren und auch unseren Mitgliedern ein großes DANKE aussprechen. Nur durch Eure Unterstützung macht Ihr unsere Tierschutzarbeit überhaupt erst möglich.
 
Hier gehts nun zu den Fotos vom Fellbacher Herbst 2014 –Bei diesem Akira ihren ersten großen Auftritt hatte.

Hier ein paar Impressionen von Akiras erstem Auftriff.

 

 

Ein neuer Tag für Akira,

völlig abgemagert und geschunden haben wir heute dieses zarte 1 ½ jährige Hundemädchen übernommen. Ihre Geschichte erzählt sich wie die, eines Hundes aus irgendeiner Tötungsstation im Ausland.

Akira sollte als Schutzhund ausgebildet werden. Eine Ausbildung, die aber für diese Seele von Hund nicht geeignet war. Akira ist der freundlichste und sensibelste Hund den man sich nur Vorstellen kann. Etwas, das ihr Ausbilder nicht sehen wollte oder konnte. Vielmehr wurde versucht Akira durch Futterentzug und Gewalt zu zwingen, die gewünschte Unterordnung zu zeigen. Umso mehr sie sich verweigerte zuzubeißen, umso weniger bekam sie zu fressen und zu trinken. Dafür nahmen aber Prügel, die sie bekam, zu. Nach mehr als einem Jahr Gewalt an Akira gab ihr Ausbilder auf und wollte sie los haben. So kam es das er sie einem befreundeten Tierschützer anbot. Dieser war derart geschockt von Akiras Zustand, dass er sich noch am selben Tag mit uns in Verbindung setzte, damit wir das Tier übernehmen. Er selbst hatte keinen Platz für das geschundene Mädchen, da er bereits einige Tierschutzhunde in Pflege hat. Wir haben Akira noch am selben Tag unserem Veterinär vorgestellt. Auch dieser war geschockt von dem Zustand in dem diese Hündin sich befindet. Für uns alle unverständlich ist es, dass ein Ausbilder von Schutzhunden so wenig  „Know How“ besitzt, um zu sehen, dass diese Hündin nicht für den Schutzdienst geeignet ist.  Einmal ganz davon abgesehen von den Methoden, die er bei der Ausbildung der Hunde anwendet. Was sind das bitte für Menschen, die sich „Ausbilder“ nennen und ein Tier dermaßen misshandeln, nur um ihr krankes Ziel zu erreichen. Ist es den immer noch nicht Jedem bekannt, dass man in einen Hund nichts reinprügeln kann – dafür aber vieles raus streicheln!??. Genau das werden wir in jedem Fall ab heute mit Akira tun. Sie lebt jetzt auf einer Pflegestelle, bei Menschen die selbst drei Tierschutzhunde haben. Vor allem haben sie aber die notwendige Liebe, Geduld  und Leidenschaft, einem solch geschundenen Tier wieder Lebensfreude zu schenken. Angefangen haben wir damit auch schon heute - Akira bekam ein neues, schickes Halsband im Tausch gegen ein Kettenhalsband (Würger ohne Stopp), eine passende Leine und ein Sicherheitsgeschirr, da sie unglaublich schreckhaft und unsicher  ist. Da Akira bis auf die Knochen abgemagert ist, bereitet ihr das Liegen auf der Seite große Schmerzen, da sie buchstäblich auf den Knochen liegt. Daher gab es auch noch gleich das allerschönste und bequemste Kuschelbett, das es zu kaufen gab. Auch ein ausgiebiger Spaziergang im Wald mit allen Hunden aus ihrer Pflegefamilie stand auf dem Programm. Das allerschönste für uns am ersten Tag mit Akira war jedoch, als sie am Abend ihren Kopf auf das Knie ihres Pflegevaters legte um gestreichelt zu werden. Nach diesem ersten Tag konnte man auch schon ein kleines Leuchten in ihren Augen sehen.

Wir werden morgen im Laufe des Tages Anzeige gegen diesen Ausbilder erstatten. Wie wir wissen sind noch mindestens zwei weitere Hunde auf seinem Gelände, die nicht viel besser aussehen wie Akira. Wir werden mit vereinten Kräften versuchen gegen diesen Ausbilder ein Tierhalteverbot zu erwirken und vor allem die Beschlagnahmung der restlichen Hunde.

PS. Akiras Ausstattung, Genesung und Behandlung wird für unseren Verein eine teure Geschichte werden. Sie benötigt u.a spezielles Aufbaufutter, Vitamine und Mineralien für ihre Knochen, eventuell Physiotherapie, da sie kaum Muskulatur hat. Und am Ende steht auch ihre Kastration an. Heute wurde bereits eine umfangreiche Blutuntersuchung durchgeführt um all ihre Organe zu untersuchen. Vor allem um zu sehen ob  Ihre Niere durch den Flüssigkeitsentzug Schaden genommen hat.

Akira und Ihre Schwester Hexe dürfen sich über Paten freuen. Der Tierschutzverein-Leingarten e.V hat für beide Mädels die Patenschaft übernommen. Im Namen der beiden Mädels bedanken wir uns bei den Kolegen aus Leingarten.


aktiontier