27.01.2018

Projekt Tierheim Alicante/Spanien

Alicante

Das Tierheim in Alicante existiert seit dem Jahre 1968, obwohl es erst seit 1995 als das existiert, was es heute ist und nicht bis 1998 die Tötungsstation von Alicante ersetzte, die bis zu diesem Jahr offiziell um die ausgesetzten oder verlaufenen Tiere „kümmerte“. Die damals benutzte Methode die eingefangenen Tiere zu entsorgen, war so singulär wie grausam: Die eingefangenen Tiere, die nicht nach einer gewissen Anzahl von Tagen abgeholt wurden, wurden in einen kleinen, fensterlosen Raum gesperrt, in dem man einen Eimer voll Schwefel verbrannte. Kein Mensch durfte diese Kabine in 48 Stunden betreten. Die Tiere verendeten dort in einem qualvollen Erstickungstod. Nach einem langen Kampf, wurde diese Tötungsstation 1998 endlich für immer geschlossen.

AlicanteDas Tierheim verfügt heutzutage über gut ausgestattete Fahrzeuge, die in den Bezirken, in denen sie Kompetenz haben, Tiere abholt und in die Einrichtungen des Tierheims auf dem Camino Viejo de Elche in Alicante bringt. Es laufen Verträge mit 6 Gemeinden. Die verschiedenen Rathäuser bezahlen lediglich die Abholung der Tiere, dadurch ist die Pflege, Verhaltung und tierärztliche Versorgung ein Problem des Tierheims, nicht der Rathäuser. Ein Großteil dieses Gesamtbetrags, welches die Gemeinden für die Abholung der Tiere bezahlt, wird für die Bezahlung des Personals verwendet (ca. 66 %). Etwa 15 bis 17 % wird in Nahrung investiert. Ungefähr 1000 Tiere werden im Laufe eines Jahres vom Tierheim abgeholt; weitere 1500 (ungefähr 60%) Tiere werden im Tierheim abgegeben. Insgesamt nimmt das Tierheim ungefähr 2500 Hunde pro Jahr auf (etwa 200 Hunde monatlich), von denen aber wieder etwa 50 % (also ca. 1250) an Ihre Eigentümer zurückgegeben werden können, da es sich um entlaufene Tiere handelt. Zurzeit werden keine Tiere an andere Zentren vermittelt (und es wurden auch keine im Laufe des Jahres 2017 weitervermittelt), dennoch wurden ca. 35 bis 40 % später durch gezielte Kampagnen direkt adoptiert (875 bis 1000 Hunde pro Jahr).

In anderen Worten: die jährlichen Einnahmen des Tierheims betragen ungefähr 297.000 Euro. Ungefähr die Hälfte dieses Betrags stammt von den verschiedenen Rathäusern, die für die Abholung der streunenden Hunde bezahlen, die andere Hälfte aus Spenden. Die jährlichen Ausgaben hingegen betragen ungefähr 300.000 Euro, von denen schon 200.000 Euro für die Entrichtung der Löhne der 11 Angestellten mit ihren Sozialversicherungen dienen, wobei die restlichen 100.000 Euro sich wie folgt verteilen: 50.000 Euro für Nahrung und Medikamente; 30.000 Euro für Wasser, Strom und andere Versorgungen; und zwischen 20.000 und 25.000 Euro in Fahrzeuge, Benzin und Transportkosten.

Die Priorität bezüglich der Ausgaben des Tierheims liegt bei der Aufnahme/Abholung und bei der Fütterung. Sterilisation ist zwar sehr weit oben, jedoch macht es keinen Sinn, Tiere zu sterilisieren, die zu geschwächt sind, z. B. wegen Nahrungsmangel oder Krankheit eine solche nicht überleben würden.

Der Leiter des Tierheims startet regelmäßig Sterilisationskampagnen für die Hunde und Katzen, um auf die alarmierenden Ziffern von neugeborenen Welpen aufmerksam zu machen und diese damit zu senken, sowie dessen spätere Aussetzung. Er berichtet regelmäßig mit Tierschutz verbundene Artikel in den lokalen Zeitungen der Region. Einige dieser Artikel sind als Referenz diesem Projekt hinzugefügt.

Der derzeit als Krankenstation benutzte Raum kann unter den derzeitigen Bedingungen bis zu einem Maximum von 10 kleinen Tieren aufnehmen, bzw. 2 bis 3 wenn es sich um größere Tiere handelt. Mit der Errichtung einer Kranken- und Quarantänestation würde sich die Kapazität mal 3 multiplizieren. Das Tierheim von Alicante nimmt ca. 500 Kastrationen/Sterilisationen pro Jahr vor. Die operierten Tiere bleiben 2 bis 4 Tage in dem als Krankenstation dienenden Raum.

 

Das Tierheim verfügt zurzeit über keine Einrichtung, die als akzeptable Krankenstation für große oder erwachsene Hunde dienen könnte. Muss ein ausgewachsener Hund aus tiermedizinischen Gründen separat gehalten werden, wird er in ein mittelloses, leeres Zimmer gelegt. Etwas, das dem Tierarzt aufgrund der nicht übrigen Kontrolle an kranken bzw frisch operieren Tieren, sehr zusetzt. Das Tierheim verfügt derzeit über keine sterilen Räume, Käfige oder Flächen, dies erhöht das Infektionsrisiko enorm. Es sind keine Wärmelampen vorhanden, kaum Ausrüstungen und auch keine tiermedizinischen Geräte, wie Wiederbelebungs- oder Beatmungsgeräte, Puls Oximeter, Mikroskope, Op-Lampen u.s.w.

Die Einrichtung einer ordentlichen Kranken- und Quarantänestation würde es ermöglichen, diesen Tieren eine anständige Behandlung unter den geeigneten Bedingungen zu geben. Serumtherapien, Intensivbehandlungen, Beobachtungen oder Einweisungen unter sterilen Bedingungen könnten problemlos im Tierheim durchgeführt werden.

Die einzelnen Spendenprojekte finden Sie hier:

- Bereits gespendete Verterinärmedizinische Geräte

- Infrarotlampem/Wärmelampen

- Gitterboxen für Tiere

- Veterinärmedizinischemedizinische Spenden die noch benötigt werden.

 

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