24.10.2019

(!!) Futterspendenaufruf

..."Wie kann es sein, dass man Tiere so schlecht behandelt?" fragen unsere beiden Beifahrer und schauen dabei gedankenversunken in die Ferne...

"Wir können euch diese Frage nicht beantworten", sagen wir und schauen ebenfalls in eine andere Richtung der Straße. „Wir wissen nur, dass bei diesen Menschen irgendetwas nicht richtig sein kann."

Wir müssen uns konzentrieren damit unsere vierbeinigen Freunde unsere Tränen nicht sehen.

Unsere Beifahrer greifen die Frage erneut auf.

"Wieso?", fragen sie und sofort wissen wir, was sie meinen.
"Ihr beide habt eure Qualen noch lange nicht verarbeitet", entgegnen wir und streicheln sie dabei über den Kopf.

"Genau, wir werden den guten Duft von Essen nie vergessen..." Beide starren wieder auf die Straße die wir gerade entlang fahren. Beide sehen verbittert aus und der Ausdruck ihrer Augen macht uns wie immer traurig.
"Was meint ihr damit", fragen wir, obwohl wir die Antwort gar nicht hören möchten. Die Düfte in unseren Nasen waren der absolute Albtraum, wussten wir doch, dass uns nicht einmal die Abfälle davon gegönnt waren. Viele Menschen in diesem Land hassen uns. Dabei ist es nicht unsere Schuld geboren zu sein. Mit dem Duft in der Nase starben viele unserer Freunde. Sie starben an Hunger und Durst. Und die Menschen in unserem Revier, auf unserer Straße, aßen seelenruhig ihr Abendessen und gönnten uns dabei nicht mal die Abfälle davon. Wir werden auf herzlose Art & Weise einfach zu tote ignoriert…

Jetzt mussten wir uns wegdrehen, wollten wir doch vermeiden, dass unsere vierbeinigen Freunde uns weinen sehen. Wir verlangsamten unser Tempo und konzentrierten uns auf die Fahrt. Als wir vor einigen Wochen diese Beiden das erste Mal kennengelernt hatten, fühlten wir, dass diese beiden etwas Besonderes waren. Unsere Freunde würden jetzt sagen: "Das ist doch bei jedem Tier so dass ihr findet und tatsächlich, sie haben recht. Jedes Lebewesen ist einzigartig und es wert geachtet zu werden. Bloß weil wir Menschen sind, haben wir nicht das Recht, Leben anderer Arten auszulöschen oder Tiere als minderwertig anzusehen. Als wir die Beiden das erste Mal sahen funkelten ihre Augen, obwohl aus ihren Körpern bereits sämtliche Kraft gewichen war. Zu viele dieser Kreaturen haben wir in unserem Leben schon gesehen. Wir haben um sie gekämpft und konnten die meisten zurückholen in eine Welt, die sie eigentlich nicht wollte. Keiner von uns muss mehr darüber nachdenken. Jede Bewegung ist fließend, die erste Hilfe, der Transport zum Tierarzt oder auf unsere Pflegestelle, dass Futter, die tröstenden Worte die mehr uns selbst beruhigen als diese oft so geschundenen Kreaturen.

Und immer wieder fordern ihre Augen, die ihren Lebenswillen signalisieren, eine Erklärung. Wir haben keine. Wir können nur für uns sprechen, über unsere Berufung und unsere Liebe für sie. Eine Begründung für das Schicksal, das sie ertragen müssen, können wir ihnen nicht geben. Wir verstehen es nach all den Jahren, die wir Tierschutz machen noch immer nicht.

"Freut euch doch einfach darüber das ihr es geschafft habt" versuchen wir die Stimmung aufzuheitern. "Es geht aber nicht nur um uns", entgegnen unsere Beifahrer. "Hast du eine Ahnung, wie viele außer uns noch hungern !? Alle die, die auf türkischen Straßen leben und überleben müssen !!"
"Wissen wir, aber in den letzten Jahren haben wir einiges an Futter in die
Türkei gebracht und auch vor Ort für euch gekauft ". Uns wird es bei diesem Thema immer mulmig und wir hoffen jedes Mal, dass unsere Diskussion bald ein Ende findet.

"Aber es ist zu wenig" geben beide ohne Gnade zurück. "Was sollen wir denn machen?" resigniert senken wir unseren Blick. Wir trauen uns nicht den beiden die Wahrheit zu sagen. Wie sollen wir erklären, dass wir Menschen auf hohem Niveau klagen, dass wir über den Zustand des Hungerns, des Durstens oder des Frierens in keiner Weise nachdenken müssen. Sollen wir ihnen von unserer Wegwerfgesellschaft erzählen, von den Sorgen, die eigentlich keine sind, weil sie nicht einmal ansatzweise die Grundbedürfnisse anschneiden? Wie können wir auf Verständnis hoffen, wenn wir aus einem Land kommen in der Milch und Honig fließen?

"Wenn wir unsere Erde als eine Einheit betrachten ist von allem genug da, es ist nur schlecht verteilt" geben beide zu bedenken. Wir schauen Sie verdutzt an, so einen Weitblick hätten wir von einem Hund nicht erwartet. "Ja das stimmt", antworten wir, "aber diese Erkenntnis alleine macht nicht satt und uns sind bei diesem Thema die Hände gebunden. Wir können nicht mehr machen, als mit den Leuten sprechen und um Spenden bitten. Aber manchmal müssen wir aufpassen, dass sie uns nicht für total bekloppt halten. Sie sind einfach zu weit weg vom Geschehen, haben ihre eigenen Sorgen und keinen direkten Bezug. Ich wette, wenn sie euch bei unserer ersten Begegnung gesehen hätten, hätte jeder auf sein Abendessen verzichtet nur damit ihr überlebt. Aber die meisten Menschen sitzen nun mal weit weg und ahnen nicht einmal das andernorts so gehungert wird.

"Wir brauchen Futter !!! Ich will, dass wir die letzten Hunde sind, dem das Schicksal fast den Hungertod gebracht hätte ! Ich habe zugesehen wie Freunde von mir verhungerten!

Wir wünschen uns, dass das ein Ende findet!"

Beide hatten sich aufgerichtet und diese Worte verließen sie wie ein Befehl. "Hört zu Freunde, wir können niemanden zur Hilfe zwingen. Im Gegenteil, wir müssen für all die Hilfe dankbar sein und dürfen nicht unverschämt werden." "Aber ihr kennt doch viele Menschen. Fragt sie doch einfach, ob sie nicht Futter zu uns bringen können - jeder so viel wie er kann. Wenn 1000 Menschen nur 15 Kilo Futter kaufen und das monatlich, haben wir 15.000 kg Futter. Damit sähe die Welt für uns schon anders aus."

"Ihr stellt euch das alles ein bisschen einfach vor. Wo sollen wir das ganz Geld dafür hernehmen?" Ihr Blick durchbohrt uns regelrecht. Unsere Diskussion ist an einer Stelle angekommen, wo wir sie nicht haben wollten. Was machen wir jetzt? Ein Parkplatz wird unsere Rettung. "Aussteigen und das Bein heben" scherzen wir und steigen aus dem Auto. Unsere Weiterfahrt lässt sich damit nicht verhindern und der Blick unserer Freunde sagt uns, dass sie etwas verstanden haben was nicht ausgesprochen wurde.

"Es kommt kein Futter zu uns", sagen beide kaum, dass wir den Motor wieder gestartet haben.
Uns schießt das Wasser in die Augen. Sprechen können wir nicht. Wir nicken kurz
und sagen "es wird wieder schwer werden welches für diesen Winter zu bekommen. Wir müssen es kaufen, aber wer soll das alles bezahlen. Unerträglich lange bleibt es still im Auto.

"Verstehe", sagen beide leise und schauen mich an. Tränen laufen uns wie so oft über die Wangen. Ihr Blick ist kraftlos. Viel kraftloser als wir sie das erste Mal getroffen hatten und beide hungernde Hunde waren. Wir legen unsere Hände auf ihre Pfoten, greifen zum Telefon und rufen unseren Verein an. "Leute, ihr müsst etwas machen, bitte wir brauchen Futter. Wir machen hier einmal mehr die Hölle durch - tut etwas, setzt einen Aufruf auf unsere Internetseite!".

"Vielleicht können wir unsere Sorgen auf diese Weise transparenter machen und den Leuten die Augen öffnen, die weit, weit weg wohnen und wenn sie tief in sich schauen zugeben müssen, dass ihnen das Leben eigentlich einen Platz an der Sonne geschenkt hat. Vielleicht überdenken all diese Menschen noch einmal ihre Bereitschaft zur Hilfe. Vielleicht.....

Dürfen wir eurer Schicksal in die Welt hinausschreien? Dürfen wir euch benutzen, um für mehr Futter zu betteln, dürfen wir mit euren Geschichten um Spenden bitten?". "Beide sind zu allem bereit", wohlwissend, dass das Schicksal ihnen nie wieder etwas anhaben kann. (Cece & Maya, Mai 2015 Manavgat/Türkei)

Unser Wunsch daher auch in diesem Jahr… Genug Futter für unsere Hunde...

Wenn auch Sie uns dabei unterstützen möchten, genug Futter für unsere Tiere zu haben, bedanken wir uns im Namen der Tiere, für jeden gespendeten Sack Futter bzw. Beitrag in unsere Futterkasse.

 



15 Kilo Sack Hundefutter kostet 15,00 Euro

25 Kilo Sack Hundefutter kostet 25,00 Euro

Damit wir ihre Spende zuordnen können, geben Sie bitte auf der Zuwendung "Futter" an.

Zu unserem Spendenkonto geht es HIER

Herzlichen Dank im Namen der Tiere.


Ab Oktober 2019 bereits gespendet haben:

Frau Elvira Kurzer 100,00 Euro

Walter & Wilma      50,00 Euro

Frau A. Bless          15,00 Euro

Frau A. Brück         30,00 Euro

Frau H. Engin         30,00 Euro

Fam T. Cox            20,00 Euro monatlich 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

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