06. Januar 2010

 Mr. Wiskas...

Mr. Wiskas...kam uns im wahrsten Sinne bei unserer Kastrationsaktion im Dezember 2009 direkt in die Arme gehüpft - beziehungsweise sprang er uns, in der Hoffnung auf ein wenig Futter, regelrecht an.
Als wir dem kleinen Kerl (ca. 7 Wochen alt) das erste Mal in sein winziges Gesichtchen schauten sahen wir, das die rechte Seite seines winzigen Unterkiefers dabei war wegzufaulen. Eiter lief ihm kontinuierlich aus sdem Maul und hatte bereits sein gesamtes Fell verschmutzt. Der kleine Kerl stank aus jeder Pore seines winzigen Körpers nach Eiter.

Wir wussten im ersten Moment überhaupt nicht, wie und wo wir ihn anfassen können, ohne das uns Eiter über die Hände lief. Unser Tierarzt war noch im OP in der  Klinik und mit Einmalhandschuhen brauchten wir vor einer Stunde nicht zu rechen. Also sicherten wir ihn bis auf weiteres erst mal in einer Transportbox und fragten uns, wie dieser kleine Kerl so munter und beweglich sein konnte - denn eigentlich musste er doch furchtbare Schmerzen haben.

 

Da für diesen Tag noch ca. 12 Katzenkastrationen anstanden, verluden wir die noch restlichen Transportboxen mit den Kastrationskatzen ins Auto und machten uns auf den Weg in die Tierklinik.

 

Mr. WiskasMr. Wiskas saß während der ganzen Fahrt zur Tierklinik verpackt in seiner Transportbox auf meinem Schoß und randalierte vor sich hin - er wollte Futter, Wasser und natürlich raus aus dieser doofen Box. Leider konnten wir keinen seiner Wünsche ihm erfüllen, denn es war klar das er heute noch eine Narkose bekommt um ihn behandeln zu können und um überhaupt eine Chance zu bekommen ihn in Ruhe zu untersuchen. Mr. Wiskas war ein kleiner Kämpfer, der sich mit allen Pfoten wehrte, festgehalten zu werden. In der Klinik angekommen war er natürlich der erste den Dr. Kemer untersuchte. Der komplette Kieferknochen war bereits zu sehen. Die Infektion hatte den Kieferknochen bereits angegriffen, das Zahnfleisch war komplett weggefault, es hingen nur ein paar Fellfetzen runter und überall war Eiter.

 

Dr. Kemer legte den kleinen Kerl in Narkose und säuberte die Wunde, entfernte verfaultes Fell und Fleisch und versorgte ihn mit Antibiotika.
Viel Hoffnung bestand nicht, da sein Knochen bereits sehr in Mitleidenschaft gezogen war und einiges davon auch nicht wieder nachwachsen wird. Eigentlich hätten wir ihn einschläfern müssen. Was uns jedoch davon abhielt war die Tatsache, dass er so munter und fröhlich war. Wäre diese Verletzung nicht gewesen, hätte man dem kleinen Kerl nichts angemerkt und ihn für ein kleines aufgewecktes Katzenbaby gehalten. Ein Katzenbaby mit so viel Lebenswillen konnten und wollten wir nicht einschläfern. Daher beschlossen wir, ihm seine Chance zu geben, in der Hoffnung, dass es das richtige für ihn war.
Tage vergingen, unser kleiner Freund fraß wie ein Großer und spielte den ganzen Tag vor sich hin. Wir hatten ihn bereits in eine Hundetransportbox umgezogen, alles andere war nicht auszuhalten. In der großen Box gab es genug Platz für seine Spielanfälle und er gab einigermaßen Ruhe. Soweit war eigentlich alles bestens,nur die Antibiotikatherapie schlug nicht an. Mehrmals täglich säuberten wir seine Wunden und versorgten ihn mit Medikamenten. Aber der Eiter lief und lief. Wir beschlossen daher, all seine Zähnchen auf der verfaulten Seite zu ziehen damit es keine Räume gab, unter denen sich die Eiterbakterien weiter absetzten konnten. Auch ein zusätzliches Knochenmedikament wurde verabreicht.

 

Nach mehr als 10 Tagen war die erste Besserung zu sehen - der Eiter lief nicht mehr und es bestand berechtigte Hoffnung auf seine Heilung. Mr. Wiskas durfte nach 14 Tagen seine Box verlassen und zu Anna ziehen. Da sich dort bereits schon eine Katzenmutter mit drei Katzenbabys befand, haben wir ihn dazu gemoggelt. Die Katzenmutter hat MR. Wiskas zu unserer Freunde gleich akzeptiert und zusätzlich hat unser kleiner Freund nun drei Kumpels in seiner Gewichtsklasse zu toben bekommen. Natürlich läuft seine Antibiotikatherapie weiter und wir sind guter Dinge das Mr. Wiskas (den Namen bekam er von uns, da er ständig und immer Hunger hat) einmal ein großer Kater werden wird. Das er anders sein wird wie alle anderen aufgrund seiner Missbildung am Kiefer stört ihn nicht und uns schon gar nicht. Wir schauen Mr.Wiskas mit dem Herzen an, und dahe ist er für uns, das schönste Katerchen der Welt....

 

 

 

Mr. Wiskas ist ein großer stolzer Kater geworden!

WhiskasMr. Whiskas hat sich prächtig entwickeltWhiskasMr. Whiskas fühlt sich wohlWhiskasMr. Whiskas genießt sein Leben
WhiskasMr. Whiskas genießt sein LebenWhiskasMr. Whiskas läßt es sich schmeckenWhiskasMr. Whiskas beim fressen

News

// 20.Oktober 2018

Boncuk sucht ein Zuhause.


aktiontier