E-Werk Hunde aus Aksu - Projekt abgeschlossen

Während der Zeit unserer Kastrationsaktion vom 19. Dezember 2009 bis 03. Januar 2010 wurden wir unter anderen auf 14 Hunde, die auf einem Gelände eines Elektrizitätswerkes in Aksu/Antalya leben, dort wohl auch geduldet werden, aufmerksam gemacht. Ein weiterer Tierschutzverein hatte bereits Kastrationen an 7 Hündinnen durchführen lassen. Nun galt es unbedingt noch die 7 Rüden zu kastrieren.

Denn auf der Suche nach einer läufigen Hündin legen männliche Vierbeiner oft erstaunliche Strecken zurück. In dem Moment, in dem der Geruch einer läufigen Hündin in ihrer Nase ist, vergessen sie die erlernte Vorsicht im Straßenverkehr nahezu vollkommen. Diese Verhaltensweisen verschwinden nach einer Kastration. Auch Aggressionen und heftige Konkurrenzkämpfe führen unter den Hunden zu schweren Verletzungen. Kastrierte Streuner sind einfach in einer weit besseren Konstitution und können ihre Kräfte auf einen gesunden Körper konzentrieren. Die Tiere verlassen kaum noch ihr Revier und Beissereien kommen wesentlich seltener vor.

Zusammen mit unserem Tierarzt machten wir uns also auf den Weg dorthin und nahmen auch gleich die ersten 3 Rüden zur Kastration mit zurück. Außerdem gab es dort auch noch zwei Welpen, die weder den erforderlichen Welpenschutz hatten noch gegen Parasiten behandelt waren. Auch der Ernährungszustand dieser Welpen lies im Vergleich zu den anderen mehr als zu wünschen übrig. Diese Welpen waren einfach nur klapperdürr. Schutzimpfung und Parasitenbehandlung führten wir noch an Ort und Stelle an den Welpen durch. Als wir die ersten 3 kastrierten Rüden zurück brachten hatten wir auch den ersten Sack Hundefutter dabei.

Einmal satt essen für alle :-))

Der junge Beamte der mit auf dem Gelände lebt erzählte uns, dass er die Hunde mit Abfällen füttert. Außerdem gibt es noch eine Bäuerin genau gegenüber, die wohl hin und wieder etwas an Abfällen aus der Küche dazu gibt. Niemals aber genug für all diese Hunde und wenn es einmal keine Abfälle gibt, gibt es auch nichts zu fressen für diese Hunde. Wir haben beschlossen, fürs erste über unseren Tierarzt monatlich 2 Sack Futter von jeweils 15 Kilo für diese Hunde zur Verfügung stellen. Aufgrund der bereits bestehenden Verpflichtungen ist es uns derzeit leider nicht möglich, mehr an Futter zur Verfügung zu stellen, so gern wir dies auch tun würden. Jeder dieser Hunde hat einen Namen auf den sie auch hören wenn sie gerufen werden. Sowohl dem Beamten sowie auch dieser Bäuerin war deutlich anzumerken, dass ihnen IHRE Hunde wichtig sind.

Das Beste für uns war die Einsicht, das man diese Hunde kastrieren muss um weiteren Nachwuchs zu verhindern. Diese Einsicht ist oft für uns Tierschützer der größte Kampf den es zu führen gibt bei einheimischen und deren Hunden.

Sollten auch Sie liebe Leser, diese Hunde mit einer weiteren Futterspende unterstützen wollen, so vermerken sie bitte auf ihrer Überweisung " Futter E-Werk Hunde ".

Schon heute bedanken wir uns für jeden noch so kleinen Beitrag an Futterspenden auch im Namen dieser Hunde !!!


aktiontier