Hilfe zur Selbsthilfe ....

Hungrige Hundeaugen, streunende Straßenkatzen - neue Projektwege im Tierschutz auch Vorort in Edirne Türkei: Aktive Unterstützung zur Selbsthilfe

Edirne - das Tor zur Türkei. Einst Hauptstadt des Osmanischen Reichs, danach eine vergessene Perle historischen Reichtums im Dreiländereck Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Mittlerweile zieht es aufgrund seiner interessanten Lage und der historischen renovierten Bauten wieder Touristen aus allen Ländern in die Grenzstadt an der Meric und Tunca.

Neben den vielen attraktiven Plätzen der Stadt gehören zum Alltag aber auch die vielen Katzen und herrenlose Hunde, welche das Bild der Stadt auf oft traurige Weise mitprägen.Teilweise geduldet und gefüttert, teilweise getreten, krank und misshandelt.
Um das Leid dieser unzähligen Straßentiere aller Colleur zu lindern, kümmert sich Franziska Schleyer mit einer handvoll freiwillger, sowie rühriger Anwohner und Studenten in Eigenregie um diese Tiere.

Sie kaufen Futter aus ihren eigenen beschränkten Mitteln, sammeln Essensreste aus Kantinen und Schulen, versuchen mit Hilfe der ortsansässigen Tierärzte die medizinische Versorgung in Notfällen zu tragen. Ein Fass ohne Boden, wenn man die vielen nicht kastrierten Tiere betrachtet, welche sich ungehindert vermehren.

In den letzten Monaten konnten, an einigen Plätzen Futterstellen errichtet werden. Dort erhalten die Tiere nun zumindest eine Grundration an sauberen Futter und Wasser. Diese Futterstellen werden von der Stadt Edirne betreut und gepflegt. Auch ein örtliches Tierheim ist vorhanden, welches bis vor kurzem nicht wirklich für gute Schlagzeilen sorgte. Ein Zustand der zwingend geändert werden soll und muss.

Momentan bietet dieses Tierheim nur Kapazitäten für Hunde an. Diese Kapazität an Plätzen ist oft aufs doppelte belegt.
Ein Katzenhaus konnte bisher auf Grund Geld und Platzmangels nicht gebaut werden.

Im örtlichen Tierheim fehlt es neben der technischen Ausstattung (Röntgen und Ultraschall) auch an den einfachsten Untersuchungsutensilien sowie den entsprechenden Medikamenten wie z.B. bei der Behandlung von Räude oder Ekzemen, aber auch Antibiotika sowie Parasitenbehandlungen fehlen. Es gibt keine Quarantäneboxen in den Behandlungsräumen der Praxis. Behandelte Tiere liegen daher oft auf dem Boden oder sie werden in ihre bereits überfüllten Zwinger zurückgebracht.

Der dortige Veterinär ist zudem nicht in der Lage, Tiere in einem notwendigen Maße zu kastrieren, da nur ein einziges Kastrationsbesteck zur Verfügung steht. Ein Umstand der trotz aller Bemühungen ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet und langfristig zu keiner Besserung der Überpopulation führen kann. Ein weiteres Problem ist, das durch diesen Umstand Tiere viel zu lange im Tierheim bleiben müssen bevor sie nach ihrer Kastration wieder an ihre angestammten Reviere zurück gesetzt werden können. All diese belegten Plätze kosten zudem Geld, das im Grunde für die Anschaffung notwendiger Dinge gebraucht werden würde. Auch fehlen all diese belegten Plätze den vielen Notfällen die fast täglich ins Tierheim kommen.

Für den leitenden Tierarzt vor Ort der seit zwei Jahren versucht mit geringen Mitteln das Tierheim auf Vordermann zu bringen, ein unzumutbarer Zustand. Denn wie bei allen Heilberufen war auch seine Motivation diesen Beruf zu wählen, das Heilen!

Zur Unterstützung in der Betreuung der 180 Hunde stehen ihm zwei festangestellte Helfer und einige freiwillige zur Verfügung. Allerdings sind diese ohne Ausbildung im Bereich Tierpflege-und haltung. Wobei diese beiden Männer wirklich versuchen ihr Bestes zu geben. Was aber nicht verhindert, das gerade Welpen dort täglich sterben.  Hunde können nicht artgerecht versorgt und auch nicht behandelt werden. Der tägliche Auslauf ist ein Fremdwort für diese Tiere. Teilweise vegetieren die Tiere in ihren Zwingern vor sich hin und zeigen demnach auch ensprechende Verhaltensweisen.

All diese Zustände können nur langsam geändert werden, da die zuständige Gemeine kein Geld für den Tierschutz in die Hand nehmen möchte.

Franziska Schleyer, aktives Mitglied des Deutschland Treffpunktes an der Trakya Universität in Edirne, bemühte sich daher um einen kompetenten und erfahrenen Partner im Bereich Tierschutz. Nach langen Bemühungen kam ein Kontakt zu Care-4-life e.V. zustande. Etliche Mails und Telefongespräche später trafen wir Ende Januar 2011 in Edirne ein, um uns selbst ein Bild der Situation zu machen. Die Zeitung "Edirne Hudut Gazetesi" berichtet in türkischer Sprache http://www.hudutgazetesi.com/haber/146/edhaykodan-tesekkur.html.


Voller Freunde und sehr gut vorbereitet empfing uns der Örtliche Tierschutzverein mit einigen seiner aktiven Mitglieder. Auch der Bürgermeister kam, um uns Willkommen zu heißen und uns seine Ernsthaftigkeit am Interesse aus diesem Heim, ein Tierheim zum Schutz und zum Wohle der Tiere zu errichten, mitzuteilen. Auch die Schulung der Pfleger und der Tierärzte stand dabei im Fokus der Gespräche. Nur gemeinsam kann dem Leid der Tiere beigekommen werden.

Natürlich kamen wir nicht mit leeren Händen. Vielmehr konnten wir bereits zu unserem ersten Besuch 2 Tonnen Tierfutter, 112 Kilo an Medikamenten und vieles andere nützliche Tierequipment mitbringen. An dieser Stelle geht ein HERZLICHES DANKESCHÖN an all unsere Spender und Förderer, denn ohne ihre Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen!!

Update April 2014:

Viele Hunde innerhalb der Stadt konnten durch die Stadtverwaltung nun kastriert werden, aber für die steigende Zahl der Katzen konnte bisher keine Lösung gefunden werden. Nach wie Vor gibt es kein Katzenhaus im Tierheim vor Ort. Franziska Schleyer ist daher auch unermüdlich im Einsatz, Pflegestellen für Katzen zu werben.

Auch das Projekt „Edirne" wird nicht dem üblichen Weg folgen: Vielmehr soll auch hier wie bereits schon in Antalya, aktive Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden. Neben Medikamenten, OP-Bedarf und technischer Ausstattungen wird vor allem Wert auf eine fundierte Aus- und Weiterbildung der Tierärzte und Tierpfleger Wert gelegt. (Siehe hierzu Lehrbuch Tierfachkraft Hunde)

Franziska Schleyer und ihr Team vor Ort sind daher ständig dabei weitere Projekte umzusetzten:
Seminare in Schulen, welche den Umgang mit Tieren im Allgemeinen und mit Strassentieren im Besonderen, werden abgehalten. Damit sollen bereits Kinder und auch Erwachsene im Umgang mit Tieren sensibilisiert werden. Auch zu diesem Thema konnten wir bereits einiges an Schulmaterial beisteuern. Auch weitere Futterstellen für Streuner wurden aufgestellt werden. Die Gemeinde Edirne hat nun auch bereits mit Renovierungsarbeiten im Tierheim begonnen und fertig gestellt. So wurden die Ausläufe vergrößert, einzelne Zwinger wurden renoviert. Auch eine weitere Zwingeranlage wurde errichtet. Weiter wurde eine Futterküche eingerichtet, in der kostengünstiger Futter für die Tierheimhunde zubereitet wird. Davor lief die Verpflegung der Tiere ausschließlich über Kantinenabfälle die zum einen mit Müll, von der Serviette bis zum Einmalhandschuh der Küchenhilfen, verdorben war. Auch ist dieses Futter war oft zuwenig für die große Anzahl den zu versorgenden Hunde.

Speziell im Welpenbereich stand einiges an, welches zum Wohl der oftmals ohne Mutterhündin vorhandenen Babys ist. Es gab keine Hütten in die sich die Kleinen zum Schutz vor Kälte zurückziehen können. Einzig ein paar Europaletten dienen als Schlafplätze. Die Fliesenböden wurden daher mit Einstreu bedeckt, dass es die Kleinen nicht ganz so kalt unterm Popo hatten. Das gleiche galt für die Hundemuttis - wenn überhaupt liegen sie mit ihren Babys auf Europaletten, da die Neugeborenen aber zwischen den Latten durchrutschen, schleppten die Mama sie wieder zurück auf den Boden - dort litten sie dann an Unterkühlung und starben. Ein grausamer Kreislauf der mit wenigen Mitteln zu unterbinden war.

Viele Hunde innerhalb der Stadt konnten durch die Stadtverwaltung nun kastriert werden, aber für die steigende Zahl der Katzen, konnte bisher keine Lösung gefunden werden. Und genau hier setzt unsere aktive Mitarbeiterin, Frau Franziska Schleyer und Ihr Team an. Bitte lesen Sie hierzu den Bericht "Kastrationspatenschaften für Katzen".

Zu weiteren Fragen rund um den Tierschutz vor Ort in Edirne, steht Ihnen Frau Franziska Schleyer gerne zur Verfügung. Kontaktdaten finden Sie >hier

 

 

 

Unterstützen Sie bitte, Care-4-life Edirne, Frau Franziska Schleyer und ihr Team mit einer Spende, um den Tieren in Edirne ein mindestmaß an Versorgung zukommen zu lassen. Vor allem aber weitere Würfe, von Katzen-Hundewelpen zu verhindern.

Bitte Helfen Sie uns zu helfen, den ohne ihre Unterstützung geht es nicht, an keinem Tag..

Jeder noch so kleine Beitrag bringt uns dem Erfolg ein Stückchen näher.

Unser Spendenkonto finden Sie hier.

Bitte im Betreff Ihrer Spende "Edirne" angeben.

Im Namen der Tiere

Ihr Team Edirne Care-4-life e.V.

 

Unser Tierschutzverein ist ein eingetragener und als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannter Verein. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind daher steuerlich absetzbar. Sie erhalten von uns bei Angabe Ihrer postalischen Anschrift zum Jahresanfang automatisch eine Zuwendungsbescheinigung für das vergangene Jahr.

Der Türkische Tierschutzverein Edhayko, vor Ort in Edirne/Türkei überreicht uns ein Schreiben, an all unsere Spender und Sponsoren, die bisher das Tierheim Edirne mit Spenden unterstützt haben.

Klicken Sie bitte hier, um den Brief zu öffen und zu lesen!


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