Kastrationen

Kastration mit Dr. Mesut Kemer          Kastration mit Silvia Greene

Aufklärung

Eine Chance, die Problemsituation für die Einheimischen, Touristen und ganz besonders für die Tiere zum Positiven hin zu verändern, liegt in Kastrationsaktionen!

Grundlegende Einführung in de Fortpflanzungsbiologie

Eine Hündin kann zweimal im Jahr Welpen austragen und dabei über 20 Nachkommen im Jahr zur Welt bringen. Es gibt wissenschaftliche Hochrechnungen, dass eine Katze inklusive ihrer Nachkommenschaft in sieben Jahren theoretisch 400.000 Welpen produzieren könnte.

Vergiftungsaktionen sind kontraproduktiv

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Tierpopulation nach Vergiftungskampagnien wieder drastisch ansteigen. Zehn und mehr Welpen pro Wurf sind KEINE Seltenheit nach Vergiftungsaktionen.

Tierschutzaktivitäten wie Kastrationsaktionen von Streunertieren sind sehr wohl mit religiösen und moralischen Werten vereinbar.

Nach einer Kastration leben die Tiere wesentlich sicherer

Die Gründe: Auf der Suche nach einer rolligen Katze oder einer läufigen Hündin legen die männlichen Vierbeiner oft erstaunliche Strecken zurück. In dem Moment, in dem der Geruch einer läufigen Hündin in ihrer Nase ist, vergessen sie die erlernte Vorsicht im Straßenverkehr nahezu vollkommen. Diese Verhaltensweisen verschwinden nach einer Kastration.

Eine Hündin bleibt nach einer Kastration länger gesund und wird dadurch mehr Chancen zum Überleben haben, da die große Gefahr, an Brustkrebs oder Gebärmuttervereiterung zu erkranken, durch die Kastration erheblich gemindert wird. Unkastrierte Streunerhündinnen und -katzen werden mit großer Wahrscheinlichkeit bei jeder Läufigkeit belegt und tragen Welpen aus. Je nach Anzahl der Welpen ist die Trächtigkeit eine extreme Belastung für das ohnehin schon ausgemergelte Muttertier.

Eine Kastration schaltet das Risiko und die Schmerzen aus, die jede Geburt für eine Hündin mit sich bringt. Sie verhindert die enormen Belastungen, die durch das Großziehen eines Wurfes entstehen. Die Tierschützer sehen sie jeden Tag: klapperdürre, abgemagerte Hündinnen mit angeschwollenem und entzündetem Gesäuge.

Kastrationen stoppen dieses Elend

Unkastrierte, weibliche Kettenhunde (Hunde, die zum Bewachen von Nutztierherden, Feldern oder Grundstücken z.B. an alte Blechtonnen angekettet werden) sind während ihrer Läufigkeit den Rüden schutzlos ausgeliefert und werden oft tagelang von mehreren Rüden umlagert und bedrängt. Aggression und heftige Konkurrenzkämpfe führen unter den Hunden zu schweren Verletzungen. Die während dieser Zeit vielfach gedeckte Hündin muss später an der Kette ihre Welpen gebären. Kastrationen lindern ihr Elend.

Kastrierte Streuner sind in einer weit besseren Konstitution und können ihre Kräfte auf einen gesunden Körper konzentrieren. Die Tiere verlassen kaum noch ihr Revier und Beißereien kommen wesentlich seltener vor.


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