An dieser Stelle möchten wir Ihnen gerne die Geschichte von Dukkah erzählen! "Die Geschichte von einem Straßenhund der zum Drogenfahnder wurde"...

Dukkha, ein Streuner dessen Leben bereits am seidenen Faden hing bis Fathi (Sohn unserer Pflegestelle in der Türkei) ihm auf seinem Nachhauseweg von der Schule begegnete. Weiter, von Eda dem kleinen Zigeuner Mädchen das letztlich den Mut hatte, diesen geschundenen Hund anzuleinen um ihn auf unsere Pflegestelle in Antalya/Türkei zu bringen. Aber auch von Anna unserer aktiven Mitarbeiterin vor Ort die Bereits schon seit Tagen damit beschätigt war, Leinen und Halsbänder zu verteilen, um diesen geschundenen Hund einzufangen.

Und natürlich davon, wie er letzlich in Deutschland zum Drogenfahnder wurde! 

Dukkah online sehen >hier

Dukkha - wie alles begann!

Dukkha im April 2008Nachdem wir Dukkha endlich auf unserer Pflegestelle hatten überlegten wir uns für diesen armen Kerl, den richtigen Namen. Sein Schicksal hat uns einfach sprachlos gemacht. Und so sind wir auf den Namen Dukkha gekommen. Dukkha steht im Buddhismus für Leiden, Kummer und Elend. All dies hatte der arme Kerl viel zu lange ertragen müssen, ohne dass sich jemand für sein Leiden zuständig fühlte. Ohne Futter, ohne Wasser, ohne Schutz oder medizinischer Versorgung, irrte er in diesem erbärmlichen Zustand durch die Strassen, bis er dem Sohn von Anne Neuner über den Weg lief. Kurze Zeit danach befand sich Dukkha bereits in der Obhut von Anne und unter veterinärmedizinischer Betreuung durch Dr. vet. Mesut Kemer. Allerdings waren Dukkhas Lebenschancen so gering, das wir uns lange überlegten seine Geschichte überhaupt zu veröffentlichen. Zu unser aller Freude entwickelt sich Dukkha zwar langsam aber stetig, so dass wir ihm ein Tagebuch eingerichtet hatten.

"Wir sind dem Hund, als bestem Freund des Menschen, Respekt und Achtung schuldig!"

Und was gibt es Schöneres im Leben als Gesundheit, Geborgenheit – und das Gefühl, geliebt zu werden!?

Ich heiße Dukkha (indisch: Hoffnung), bin ca. 2 Jahre alt und hatte die Räude.

Dukkha im April 2008Niemals vorher hatte ich ein richtiges Zuhause und bin daher alleine durch die türkischen Straßen und Wälder gestromert. Viele, die mir begegnet sind, haben mich getreten, geschlagen und verjagt. Durch meine Krankheit fand man mich abstoßend und hässlich. Dabei bin ich niemals aggressiv gewesen, wollte doch nur Hilfe bekommen. Doch keiner wollte mir helfen.

Bis zu diesem gewissen Tag an dem man auf mich aufmerksam wurde. Vorsichtig geworden hatte ich Angst  und lief weg. Anna, meine spätere Pflegemutti hatte daher ein ganzes Dorf aktiviert. Überall wurden von Care-4-Life e.V. Leinen und Halsbänder verteilt verbunden mit der Bitte an alle Bewohner, mich „aufzuhalten”, damit mir geholfen werden kann. Doch niemand traute sich und kam mir wirklich nahe. Der Ekel und die Angst vor mir, waren einfach zu groß.

Doch dann kam die kleine Eda. Meine erste kleine Freundin. Ein damals ca. 5 Jahre altes Zigeunermädchen. Ihr Leben war fast so schwer wie meines. In einem Backsteinhaus ohne Fenster und Türen, ohne fließend Wasser und Strom, lebt sie dort mit Bruder, Schwester,Oma und den Eltern.

Nur sie hatte buchstäblich den „Popo in der Hose” und kam zu mir um mir zu helfen. Sie band mir Halsband und Leine um, und brachte mich zu Anna, der Tierschützerin von Care-4-Life e.V., die mich bis zu meiner Ausreise (von der ich damals natürlich noch nichts ahnte) so sehr behütete und pflegte und gemeinsam mit dem Tierarzt Mesut behandelte. Sie hatte gegen mein unerträglisches Hautjucken und neben den anderen Medikamenten die ich bekam ein Geheimrezept: Jeden Tag pflegt sie mich mit Penaten-Creme! Das hat mir ganz toll geholfen! Meine Räude ist gut geheilt auch das jucken war damit besser zu ertragen und jeder neuer Tag war ein bisschen mehr, neues Leben für mich. Schau Dir mal Fotos an!

Dukkha im April 2008Nun fehlte nur noch ein neues Herrchen oder Frauchen für mich. Und alles wäre wunderschön. Ab Oktober 2008 war ich ausreisefähig. Aktuelle Fotos von mir und Neuigkeiten konnte damals jeder über "meinen" Verein bekommen. Ein treuer Begleiter und Freund würde ich für meinen Besitzer sein, denn meine Dankbarkeit für mein zweites Leben war riesengroß.

Eine Bitte hatte ich allerdings noch: Meine kleine Freundin Eda, die mir mein Leben gerettet hat, konnte nicht in die Schule gehen, da hierfür kein Geld da war. Diesem kleinen Mädchen wollte ich meine Dankbarkeit zeigen und suchte Menschen, die mir dabei helfen. Care-4-life e.V. und viele nette Leute haben ihr dies ermöglichen – nicht nur mein Traum war erfüllt. Ich freute mich auf mein neues Leben in Deutschland.

Euer Dukkha

 

 

19. Oktober 2009

Dukkhas Weg zurück ins Leben oder ein Streuner macht Karriere !!!

Dukkha und EdaUnser Dukkha soll stellvertretend für alle Streuner dieser Welt, und dem damit verbundenen Leid dieser Tiere stehen.

Wir hatten uns damals zu dieser Aktion entschlossen, um mit Dukkha und seiner Geschichte der Welt zu zeigen, welch Potenziale in „Straßenkötern” stecken können. Was genau es ist das man zu tausenden in vielfältiger Art misshandelt und quält. Dukkhas Geschichte soll aber auch den verantwortlichen Politikern aufzeigen, dass es an der Zeit ist, zu handeln. Die verantwortlichen Politiker müssen einsehen, dass zwingend europaweit flächendeckende Kastrationspolitik betrieben werden muss. Dass Streunertiere in die vorhandenen Tierschutzgesetze aufgenommen werden müssen – bisher finden sie in KEINEM Tierschutzgesetz eine Lobby. Daher steht es auch jeder Stadt/Gemeinde/Land frei, wie man sich dieser Tiere entledigt. Auch in Deutschland – wo doch das Tierschutzgesetz fest im Grundgesetz verankert ist, finden Streuner (in unserem Fall Katzen) keine Berücksichtigung. Es sind die Tierschutzvereine – private Initiativen oder Tierheime, die sich um diese Tiere und deren Leid kümmern, auch die damit verbundenen Kosten aus ihrer eigenen Tasche bezahlen.

Dukkha, Silvia, Anna, und MesutZahlen weltweit belegen schon heute, dass weder durch Vergiftungsaktionen noch durch einfaches Erschlagen,vergiften dieser Tiere sich etwas an der Überpopulation und dem damit verbunden Leid dieser Tiere ändert.
Vielmehr ist es einfach unmenschlich und mehr als fragwürdig, mit solch barbarischen Mitteln und Methoden die Zahl der Streuner unter Kontrolle bekommen zu wollen. Man könnte es fast mit der Angst zu tun bekommen, wenn man sich überlegt, dass es Menschen sind, die in „gehobenen Positionen” sitzen – Gemeinderäte, Bürgermeister, Politiker – die Tötungen von Streunern anordnen, in Auftrag geben, sie billigend in Kauf nehmen und im 3. Jahrtausend noch davon ausgehen, dass man mit derartigen Methoden eine Lösung der Überpopulation von Streuner erzielen kann. "Seit wann war Gewalt schon mal die Lösung für ein Problem !??"...
Und eben weil es einfach nur kontraproduktiv ist – die Natur nach solchen Tötungsaktionen von Streunertieren ihr Gleichgewicht selbst wieder herstellt – ist genau das Gegenteil der Fall: Die Zahl der Streuner nimmt zu !!! Ein Hund oder eine Katze wirft danach statt vier Welpen acht oder neun Tiere. Man kennt dies schon aus Zeiten der Pest wo danach die Zahl der Mehrlingsgeburten zunahm.

Dukkha mit ReudeGeburtenkontrolle durch Kastrationen ist das einzige und das Wichtigste, das wir tun können, um Hunden und Katzen zu helfen. Jeder einzelne Streuner, ob Hund oder Katze, stammt von einem nicht kastrierten Tier ab. Indem wir durch Kastrationen weitere Geburten verhindern, ersparen wir unzähligen Tieren einen Tod durch Hunger oder Vergiftung auf der Straße.

Silvia Greene, Care-4-life e.V.


Ein Herz für Tiere 11/2009Bericht über Dukkhas Weg zurück ins Leben – „Ein Herz für Tiere″ Ausgabe 11/2009
erhältlich ab dem 23.10.2009 im Zeitschriftenhandel

Dukkhas TV-Doku startete bei VOX am 07.11.2009 in der Sendung „Hundkatzemaus″, immer samstags um 18:00 Uhr und sonntags um 7:00 Uhr.

 

 

20. Dezember 2009

 

Ausstrahlung des letzten Teiles der TV-Dokumentation
"Dukkha - Vom Straßenhund zum Drogenfahnder"
am Samstag, 16. Januar 2010 ab 18.00 Uhr
in der Sendung hundkatzemaus - das haustiermagazin auf VOX.

Thema u.a.: Dukkha - Vom Straßenhund zum Drogenfahnder

Die, zehnteilige Miniserie bei hundkatzemaus erzählte die Geschichte von 'Dukkha', einem todkranken türkischen Straßenhund, der in einem kleinen Dorf bei Antalya gefunden, von der Tierschutzorganisation 'Care-4-life e.V.' gesundgepflegt und schließlich in Deutschland zum Drogenspürhund ausgebildet wird.

Uwe Friedrich mit Dukkha'Dukkha' einhalb Jahre alt und schwer von Räude gezeichnet, als ihn Kinder auf der Straße entdecken und zu Anna Neuner, einer deutschen Tierschützerin bringen. Anna arbeitet in der Region Antalya für die Tierschutzorganisation 'Care-4-life e.V.'. Da sich Dukkha bei ihr zu einem prächtigen und gelehrigen Hund entwickelt, fasst die deutsche 'Care-4-life e.V.'-Vorsitzende Silvia Greene den Entschluss, ihn zum Drogenspürhund ausbilden zu lassen. Sie will damit ein Zeichen setzen, den Menschen und den Politikern vor Augen führen, was in einem 'räudigen Straßenköter' stecken kann. Für dieses ungewöhnliche Vorhaben gewinnt sie den Hundetrainer Uwe Friedrich. hundkatzemaus begleitet die mehrmonatige Ausbildung von 'Dukkha', zeigt Höhen und Tiefen, Rückschläge und Glücksmomente. Am Ende beweist 'Dukkha' auf eindrucksvolle Weise, dass er den leistungsfähigen Profi-Vierbeinern auf dem Frankfurter Flughafen in nichts nachsteht.

Die erste Folge zeigte 'Dukkhas' traurige Vergangenheit in der Türkei, seine letzten Tage in Antalya, seine Abholung durch Silvia Greene und die Ankunft am Stuttgarter Flughafen, wo ihn Uwe Friedrich in Empfang nimmt und in sein Trainingscenter in den Schwarzwald bringt.

Weitere Infomationen zur Sendung direkt bei VOX.de

 

Bildgalerie Dukkha - Vom Straßenhund zum DrogenfahnderUwe, Dukkha und SilviaBildgalerie Dukkha - Vom Straßenhund zum DrogenfahnderDukkha sucht...Bildgalerie Dukkha - Vom Straßenhund zum DrogenfahnderDukkha im Dienst
Bildgalerie Dukkha - Vom Straßenhund zum DrogenfahnderDukkha arbeitet...Bildgalerie Dukkha - Vom Straßenhund zum DrogenfahnderDukkha früher...Silvia mit DukkhaSilvia mit Dukkha
Dr. Mesut mit DukkhaDr. Mesut mit DukkhaEda mit DukkhaEda mit DukkhaBildgalerie Dukkha - Vom Straßenhund zum DrogenfahnderUwe und Dukkha

17. Januar 2010

 

Care-4-life e.V. sagt Danke:

  • allen Zuschauer die Dukkhas 12-teilige Miniserie bei
    hundkatzemaus verfolgt haben und die vielen Glückwünsche und Spenden die wir in diesem Zusammenhang bekommen haben.
  • dem gesamte Team von DOCMA-TV
    unter der Leitung von Herrn Dr. Gerald Krakauer
  • dem TV Sender VOX
  • Herrn Uwe Friedrich und dem Team des Hundezentrum TEAMCANIN
  • ALSA-Hundewelt für ihr goßzügiges Sponsoring in all der Zeit.
  • der Firma GRAFIT. prepress & webdesign für die extra schnelle Programmierung eines perfekten Redaktionssystems, so dass unsere "neue" Internetseite noch rechtzeitig zur ersten Sendung fertig werden konnte.
  • Sera-Hotel / Antalya für die freundliche Unterstützung beim Finalendreh.
  • alle die uns immer wieder, sei es durch Mails, freundliche
    Telefonate etc. unterstützt und motiviert haben.
  • unserer kleinen Freundin Eda, die den Mut hatte Dukkha einzufangen und uns zu bringen.
  • allen Medienvertreter aus der Türkei sowie in Deutschland für
    die aktuelle und objektive Berichterstattung.
  • allen die an dem Projekt außerdem noch mitgewirkt hatten.

Ohne Euch alle wäre dies so nicht möglich gewesen!

Die letzte Folge der Sendung hundkatzemaus ist noch unter
http://www.voxnow.de/hundkatzemaus.php online zu sehen.

Letzte Folge der Mini-Serie über den Aufstieg eines türkischen Straßenhundes zum Drogenfahnder

Julia Sahin & Uwe Friedrich zusammen mit Dukkha zu Besuch in Antalya

Bereits seit Beginn unserer Zusammenarbeit / Kooperation war es für Julia und auch für Uwe ein "MUSS" unsere Pflegestellen vor Ort in Antalya persönlich anzuschauen um sich dabei auch ein Bild der Situation vor Ort zu machen. Uwe war es auch ein besonderes Anliegen, sich bei diesem Besuch bei Anna, Eda und auch bei Herrn Dr. Kemer für ihre Hilfe an Dukkha zu bedanken. Auch wollte er sich bei dieser Gelegenheit ein Bild von der
Region machen in der Dukkha, auf der Suche nach Hilfe unterwegs war.

Gesagt getan wurde dieser Besuch zu den Dreharbeiten der Sendung Hundkatzemaus bei VOX in die Tat umgesetzt. Mit 240 Kilo an Tierschutzgepäck startete unser Flieger am 01.12.2009 von Stuttgart nach Antalya.

Für Anna und Herrn Dr. Kemer ein großer Tag, denn normalerweise kommt keiner der Hunde die sie gepflegt und gehegt hatten, jemals wieder zurück nach Antalya um sie dort zu besuchen. Die Vorfreude war dementsprechend groß auf beiden Seiten, denn auch für uns war es eine besondere Situation.

In Antalya angekommen hat Uwe sich in seiner Funktion als Hundetrainer auch gleich alle
Hunde auf unserer Pflegestelle angesehen und sich über deren Schicksal und Geschichte durch Anna berichten lassen. Natürlich gab es auch jede Menge hilfreiche Tipps im Umgang der Sozialisierung der Hunde.

Julia hätte sich für diese Zeit am liebsten 10 Hände gewünscht da sie bei der Anzahl der Hunde nicht wirklich wusste welchen sie zuerst streicheln sollte. Am liebsten hätte sie alle eingepackt und mitgenommen. Da Julia aber bereits selbst schon 2 ehemalige Streuner aus der Türkei hat, war eben nur streicheln angesagt. Da Julia bei der Vermittlung auf Endplätze für unsere Hunde auch Ihren aktiven Part leistet, wird wohl zukünftig immer mal der eine oder andere auch in Julias Nachbarschaft ein liebevolles Zuhause finden.

Bei den all Abendlichen Gassi Runden von Uwe zusammen mit Dukkha hatte er jedesmal mindestens 5 Straßenhunde im Schlepptau die einfach freudig mitgelaufen sind. Uwe jedes Mal sichtlich angetan, wie freundlich diese Streuner doch allesamt waren. Auch
was für wunderschöne Tiere es doch sind, die ihr Leben auf der Straße verbringen müssen. Uwe hätte am liebsten genau wie Julia einige davon eingepackt und mitgenommen, aber bei 3 Eigenen ist das nicht drin.

Für alle Seiten war dieser Besuch ein voller Erfolg und man verabschiedete sich mit den Worten " Bis bald..."

Ein "Herzlich Willkommen" in Germany galt auf dem Rückflug unseren Vierbeiner Sarah, Emma und Mira die von ihren neuen Besitzer schon erwartet wurden.

 


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